Kinderwunsch - Logo
Mindener Zentrum für Kinderwunschbehandlung und Pränataldiagnostik

Infoabende für Patienten

01. Juni 2010

03. August 2010

05. Oktober 2010

01. Februar 2011

 
Gemeinschaftspraxis

Dr. med. Dipl.-Biochem.
Onno Buurman

Dr. med.
Michael Dumschat

Dr. med.
Ralf Menkhaus

Dr. med.
Barbara Heidecker
privat

TESE / MESA

Sind bei einem Mann keine Spermien in der Samenflüssigkeit vorhanden (z.B.nach Entzündungen oder nach Sterilisation), kann mit operativen Methoden versucht werden, aus dem Hoden- oder dem Nebenhodengewebe befruchtungsfähige Samenzellen zu gewinnen.

Die mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration (MESA, operative Gewinnung von Spermien aus dem Nebenhoden) oder die testikuläre Spermienextraktion (TESE, operative Gewinnung  von Spermien aus dem Hodengewebe) wird in unserer Praxis von erfahrenen Urologen vorgenommen. Im Regelfall handelt es sich um einen kurzen, unproblematischen, ambulanten Eingriff.

Operativ entnommenes Hodengewebe eignet sich zur Kryokonservierung, d.h. zum Einfrieren. Durch die Möglichkeit des Auftauens zum Zeitpunkt der IVF-Punktion ist die andrologische Operation zeitlich unabhängig vom Zyklus der Frau grundsätzlich möglich.

Spermiengewinnung aus dem Hodengewebe (TESE)

 

 

Assisted Hatching

Das Wort „hatching“ kommt aus dem englischen und bedeutet “schlüpfen”

Blastomere (Zellbestandteile der Embryonen) schlüpfen am ca. fünften Tag nach der Befruchtung aus ihrer Hülle, um sich in die Schleimhaut der Gebärmutter einzunisten. Da bei einigen Embryonen die Außenhaut dicker und fester ist, ist ein Schlüpfen der Blastomeren erschwert. Man beobachtet dieses gehäuft bei Patientinnen über 37 Jahre, aber auch bei jüngeren Patientinnen, die wegen der künstlichen Befruchtung mit Hormonspritzen behandelt wurden.

Um das Schlüpfen der Blastomeren zu erleichtern, wird auf Wunsch des Patientenpaares in die Zona pellucida (Außenhaut des Embryos) künstlich eine Öffnung geritzt („Sollbruchstelle“). Diese Öffnung wird in unserer Praxis unter dem Mikroskop bei ca. 400facher Vergrößerung mittels eines Lasers vorgenommen.

Laser assisted hatching ("Schlüpfhilfe")

 

 

Kryokonservierung

Bei der Kryokonservierung werden lebende Zellen in flüssigem Stickstoff eingefroren. Nach dem Auftauen nehmen die Zellen ihren Stoffwechsel wieder auf. Das eingelagerte Erbgut kann über viele Jahr hinweg verwahrt werden. Die Kryokonservierung hat sich vor allem für Samenzellen und befruchtete Eizellen bewährt.

Das Einfrieren von Spermien ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn beim Patienten eine bösartige Erkrankung (z.B. Hodentumor, Leukämie) festgestellt wurde. Um die Chance auf ein eigenes Kind auch nach einer Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung zu wahren, ist das Verfahren unbedingt anzuraten.

Vorteilhaft ist die Kryokonservierung auch für im Rahmen einer IVF- oder ICSI-Behandlung entstandenen, „überzähligen“ befruchteten Eizellen im Vorkernstadium, auch Pronucleus-Stadium (PN-Stadium) genannt. Mit aufgetauten Eizellen kann noch nach Jahren ohne erneute Stimulation/Punktion eine Schwangerschaft erzeugt werden. Die Schwangerschaftsraten aus solchen „Kryo-Zyklen“ sind mittlerweile nahezu mit denen aus „frischen“ IVF- oder ICSI-Zyklen vergleichbar.

Um auch Frauen vor Beginn einer möglicherweise fruchtbarkeitsschädigenden Behandlung (z.B. Bestrahlung, Chemotherapie) die Chance auf ein späteres eigenes Kind zu geben, werden derzeit verschiedene Kryokonservierungsmethoden entwickelt. Umfassende Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter www.fertiprotekt.de.

Einfrieren von Eizellen / Spermien / Hodengewebe (Kyrokonservierung)

 

 

Polarisationsmikroskopie

Durch die polarisationsmikroskopische Untersuchung von Eizellen in bezug auf die Lichtbrechungseigenschaften der Eihülle (Zona pellucida) sowie des Spindelstadiums ist es möglich, den optimalen Zeitpunkt für eine Befruchtung zu erkennen.

Schwangerschafsraten können unter Anwendung dieser Methode (wissenschaftlich belegt) signifikant verbessert werden.

In Kooperation mit:
GYN